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die Weißeritz

rot und wild

Die Weißeritz ist ein kleiner Fluß im Osterzgebirge, der in Dresden in die Elbe mündet. Der Fluß hat 2 Quellflüsschen: die Rote Weißeritz und die Wilde Weißeritz, die aber erst 12km vor der Mündung zusammen fließen.

Viele kleine Bäche speisen den Speicher Altenberg. Dieser staut in 777m ü.NN. eine Wassermänge von ca. 1 Mio. m³. Ab dem Überlauf spricht man von der Rote Weißeritz. (früher auch Rothe Weisseritz geschrieben) Das Bächlein streift Schellerhau, fließt durch Waldbärenburg, tangiert den Kurort Bärefels und gelangt nach ca. 7,5km auf die Flur von Kurort Kipsdorf. Hier war bis zum Jahrtausendhochwasser 2002 Endstation der Weißeritztalbahn. Nach 12km erreicht die Rote Weißeritz den Ort Schmiedeberg. Es folgen die Orte Obercarsdorf, Ulberndorf und schließlich die Stadt Dippoldiswalde. Ab hier wird die Rote Weißeritz von der gleichnamigen Talbahn begleitet. Am Stadtausgang wird das Flüsschen auf einer Länge von 2,6km von der Talsperre Malter aufgestaut. Diese hat hauptsächlichst die Funktion des Hochwasserschusses und nicht der Trinkwasserversorgung. Daher darf in der Talsperre Malter gebadet werden. Weiter flußabwärts folgen die Dörfer Seifersdorf und Spechtritz. Danach verengt sich das Tal. Die Rote Weißeritz fließt nun durch den landschaftlich reizvollen Rabenauer Grund. Bei Freital-Coßmannsdorf weitet sich das Tal. In Freital-Hainsberg vereinigt sich die die Rote Weißeritz mit ihrem wilden Schwesterfluß.

Die Wilde Weißeritz entspringt nördlich des Berges Stürmer in Böhmen in ca. 820m über dem Meeresspiegel. Als erste Ortschaft erreicht die Wilde Weißeritz den Wintersportort Rehefeld-Zaunhaus. Danach durchfließt sie Seyde und Schönfeld. Zwischen Hartmannsdorf und Hennersdorf wird die Wilde Weißeritz von der Talsperre Lehnmühle angestaut.
Danach wird das Tal von steil aufragenden Felsen gesäumt. Die Ähnlichkeit mit der Sächsichen Schweiz gab dem Gebiet den Namen Hartmannsdorfer Schweiz. Nach nur 7,5km wird die Wilde Weißeritz erneut angestaut. Unterhalb der Talsperre Klingenberg hat sich die Wilde Weißeritz erneut tief in die Landschaft eingegraben. Während auf den umliegenden Hochflächen überwiegend Landwirtschaft betrieben wird, sind die Steilhänge des Flüßchens mit prächtigen Wald bewachsen. Anreiner sind die Dörfer Klingenberg (links), Obercunnersdorf (rechts) und Dorfhain (links). Danach durchfließt die Wilde Weißeritz den Tharandter Wald und erreicht schließlich die Stadt Tharandt. Von der Stadtmitte sind es nur noch 3,25km bis zum Zusammenfluß mit dem Roten Schwesterfluß in Freital-Haisnberg.

Die Wilde Weißeritz hat bis hier mit 52km, eine deutlich längere Strecke (+16km) zurückgelegt. Das ist darauf zurückzuführen, das sie 5km südlicher entspringt und durch den Tharandter Wald in einem großen Bogen fließt. Dennoch liegen die Täler durchschnittlich nur 5km auseinander. Den größten Abstand zueinander haben die Flüsse zwischen den etwa auf gleicher Höhe liegenden Talsperren Klingenberg und Malter mit 8,5km.

Die Weißeritz gab von 1994 bis 2008 dem Landkreis seinen Namen. Dieser wurde im August 1994 aus den Kreisen Freital und Dippoldiswalde gebildet. Seit August 2008 gehört der Weißeritzkreis zum neugebildeten Kreis: Sächsische Schweiz - Osterzgebirge. Der Weißeritzkreis umfasst dabei das gesamte Gebiet des Osterzgebirges. Zwischen den Hochlagen des Erzgebirges und dem Tharandter Wald gibt es große waldlose Gebiete. Die Weißeritzflüsschen sind von bewaldeten Berghängen gesäumt und durchziehen so die Landschaft wie ein grünes Band. Die Weißeritzflüsschen durchfließen auch 2 Klimazonen/Landschaftstypen: den rauhen, windgepeitschten sanftwelligen Bergen des oberen Osterzgebirges und die 600 Höhenmeter tiefer gelegenen Vorelbischen Gebiete, mit ihren steilen Berghängen und mildem Klima. Es ist eine abwechslungsreiche Gegend und vielleicht auch die schönste für einen Urlaub im Erzgebirge.

Zwischen den Quellen der Weißeritz liegt der höchste Berg des sächsichen Osterzgebirges: der 905m hohe Kahleberg. Zu dessen Füssen: die Stadt Altenberg, das bekannteste Wintersportgebiet im Osten des Erzgebirges. Der Tharandter Wald dagegen ist ein beliebtes Wandergebiet. An den Weißeritzkreis grenzen die beliebten Ausflugstziele: Dresden und Sächsische Schweiz.